Symposium 2019: Herausforderung

Von Klimaschutz bis zur Revanche: Ulrike Höfken und Henry Maske beim Symposium der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz.

Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz mit der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken und dem ehemaligen Boxweltmeister Henry Maske.

Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz begrüßte die anwesenden Gäste zum Symposium der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz mit dem Titel „Herausforderung“.

Der Stargast des Abends: der ehemalige Boxweltmeister Henry Maske bei seinem Vortrag „Nur wer aufgibt, hat verloren!“.

Kammergeschäftsführer Martin Böhme führte als Moderator durch den Abend.

Über 300 Gäste folgten am 13.11.2019 der Einladung der Ingenieurkammer in die Kultur- und Kongresshalle kING nach Ingelheim.

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung versammelten sich die Gäste zu einem Empfang im Foyer der Kongresshalle.

Herausforderungen begegnen und sie erfolgreich meistern – beim traditionellen Symposium der Ingenieurkammer in der kING in Ingelheim verfolgten über 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Vorträge der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken und Ex-Boxweltmeister und Motivationsexperte Henry Maske. Sie gaben Einblicke in Herausforderungen, denen sie sich stellen mussten und müssen.

„Die Herausforderungen an die Ingenieurdisziplin sind komplex und anspruchsvoll. Das Fachwissen im Ingenieurwesen ist aufgrund der Digitalisierung geradezu explodiert“, sagte der Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, Dr.-Ing. Horst Lenz in seiner Begrüßungsrede. „War unsere Arbeit noch vor Jahren fast ausschließlich ingenieurwissenschaftlich orientiert, so muss der heutige Ingenieur auch fundierte Kenntnisse in Haftungs- und Personalfragen sowie der Kommunikation und im Marketing mitbringen“, führte er weiter aus. Lenz äußerte sich darüber hinaus kritisch zum HOAI-Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 4. Juli 2019, das die Mindest- und Höchstsätze der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure kippte. „Damit wird ein ruinöser Dumpingpreis-Wettbewerb in Gang gesetzt. Am Ende leidet der Verbraucher unter den Schnäppchen-Bauwerken von minderwertiger Qualität“, warnte der Kammerpräsident abschließend.

„Je größer der Handlungsdruck im Bereich Klimaschutz wird, desto größer wird auch die Nachfrage für technologische Lösungen“, sagte Umwelt- und Energieministerin Ulrike Höfken. Hier komme der Expertise von Ingenieurinnen und Ingenieuren eine Schlüsselrolle zu. „Klar ist: Wir müssen heute die technologischen Weichen stellen, um mit neuen Lösungen die Chancen und Herausforderungen der Energiewende von der Produktion über die Sektorkopplung sowie Effizienzsteigerung bis hin zur Digitalisierung zu erreichen. So wird es uns gemeinsam gelingen, den nachhaltigen Umgang mit unseren Rohstoffen zu sichern, die Umwelt zu schützen und dabei Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Einkommen im Land zu schaffen. Dabei unterstützt uns gerade auch die Ingenieurskunst ‚made in Rheinland-Pfalz‘, die weltweit hohes Ansehen genießt“, so Höfken weiter.

„Nur wer aufgibt, hat verloren“: Henry Maske zog in seinem rund einstündigen Vortrag Parallelen zwischen Erfolg im Spitzensport und persönlichem Erfolg. Er berichtete von seinen sportlichen Anfängen, an denen ihm sogar von einer Boxerkarriere abgeraten wurde, seinem Olympiasieg 1988 in Seoul und dem Wechsel ins Profilager. Dort stieg er nach 31 Siegen und einer Niederlage aus dem Sport aus. Doch nach elf Jahren – inzwischen war er Franchiseunternehmer einer Fastfood-Kette und Gründer der Stiftung „A Place for Kids“ – hatte er ein erfolgreiches Comeback und stellte sich seiner Herausforderung: Eine Revanche gegen Virgil Hill. Disziplin und eisernes Training seien die Grundlage für den Erfolg gewesen, so der 55-jährige.

Im Vorfeld der Veranstaltung wurden langjährige Mitglieder der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz geehrt. Die goldenen Ehrennadeln für 30 Jahre Mitgliedschaft gingen unter anderem an Ingenieure und Ingenieurinnen aus Bingen, Speyer, Thür und Reinsfeld.

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