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Partnerschaftsgesellschaften mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB)

Das Partnerschaftsgesellschaftsgesetz vom 25. Juli 1994 wurde am 15. Juli 2013 auf Bundesebene novelliert. Dadurch wurde eine Alternative für die auch in Deutschland aus Gründen der Haftungsbegrenzung verbreitete britische Limited Liability Partnership (LLP) geschaffen.

Mit Inkrafttreten des novellierten Landesgesetzes zum Schutz der Berufsbezeichnungen im Ingenieurwesen und über die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz (IngKaG) am 30.03.2016 gibt es nun auch für Beratende Ingenieure nach §10 IngKaG die Möglichkeit, eine Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB) zu gründen.

Die Partnerschaftsgesellschaft soll Haftungsbeschränkungen für alle haftungsrelevanten Zusammenschlüsse von Freiberuflern bezüglich beruflicher Fehler ermöglichen. Insbesondere bei Architekten- und Ingenieurpartnerschaften ergeben sich zahlreiche Vorteile.

Vorteile

  • die Partnerschaftsgesellschaft mbB bleibt eine Personengesellschaft
  • es fallen weder Körperschafts- noch Gewerbesteuer an
  • es werden nur tatsächlich erzielte Einnahmen besteuert
  • für berufliche Risiken haften die Partner nicht mit ihrem Privatvermögen
  • die Haftung ist für berufliche Fehler auf die zulässigen Summen der Berufshaftpflichtversicherung begrenzt
  • es ist kein Mindestkapital erforderlich
  • im Gegensatz zur GmbH bleibt es bei dem Privileg des Freiberuflers
  • es bleibt bei den vereinfachten Buchführungsvorschriften

Partnerschaften mit beschränkter Berufshaftung gemäß § 8 Abs. 4 des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes (PartGG) haben für Verbindlichkeiten der Partnerschaft aus Schäden wegen fehlerhafter Berufsausübung eine ausreichende Berufshaftpflichtversicherung für die Dauer ihrer Eintragung in das Gesellschaftsverzeichnis abzuschließen und für eine Nachhaftungszeit von mindestens fünf Jahren aufrechtzuerhalten. Die Mindestversicherungssumme für jeden Versicherungsfall muss dabei 1.500.000 EUR für Personenschäden und 300.000 EUR für sonstige Schäden betragen. Die Leistungen des Versicherers für alle innerhalb eines Versicherungsjahres verursachten Schäden können auf den Betrag der Mindestversicherungssumme, vervielfacht mit der Zahl der Partner, mindestens jedoch auf den dreifachen Betrag der Mindestversicherungssumme begrenzt werden.