Junior.ING: Rheinland-pfälzische Schüler überzeugen mit schwungvollen Ideen

Von links: Beratende Ingenieurin Katharina Häuser, Volker Tschiedel und Bernhard Bremm vom Bildungsministerium sowie Vizepräsident der Ingenieurkammer Dr. Uwe Angnes freuen sich mit den Siegern des Wettbewerbs Teresa Kollmann und Yasmina Simon mit ihrem Modell „Harry Potter und der rollende Schnatz“ (Mitte) sowie Leonard Nalbach mit seinem „Fußball-Coaster“ (vorne).

Den Sonderpreis für Nachhaltigkeit erhielten die Fünftklässler Lorenz Bruchhold, Malte Theiß und Benno Wittke vom Siebenpfeiffer Gymnasium in Kusel für ihr Modell „Recycling Racer“, das sie aus Plastikmüll fertigten.

Knapp 400 Gäste aus ganz Rheinland-Pfalz folgten der Einladung in den Holiday Park nach Haßloch – eine absolute Rekordbeteiligung.

Vizepräsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz Dr.-Ing. Uwe Angnes begrüßte die Gäste.

Bernhard Bremm vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium vertrat Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, Schirmherrin des Wettbewerbs, und richtete lobende Worte an die zahlreichen Erbauer.

Die Jurymitglieder des Wettbewerbs Katharina Häuser, Dr. Uwe Angnes und Volker Tschiedel (v. l.) mit der Moderatorin der Veranstaltung und stellvertretenden Kammergeschäftsführerin Bianca Konrath (2. V. r.).

Die Teilnehmer hatten im Vorfeld der Veranstaltung die Möglichkeit, die Achterbahnmodelle ausgiebig zu begutachten.

Ausstellung der Achterbahnmodelle.

Die Preisverleihung fand passend zum Motto im Holiday Park in Haßloch statt.

In Rheinland-Pfalz stehen die Sieger fest: Bei dem diesjährigen Schülerwettbewerb „Junior.ING“ der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz und des Bildungsministeriums sind in diesem Jahr 30 Teams ausgezeichnet worden. Passend zum diesjährigen Wettbewerbsmotto „Achterbahn – schwungvoll konstruiert“ fand die Preisverleihung im Holiday Park im pfälzischen Haßloch statt. Die erfolgreichen Nachwuchsingenieurinnen und Nachwuchsingenieure wurden bei der feierlichen Veranstaltung mit über 350 Gästen für ihre Leistungen geehrt und erhielten zudem eine Geldprämie.

Der „Fußball Coaster“ von Leonard Nalbach von der Grundschule Malborn belegte den ersten Platz in der Altersklasse I (Klassen 1-8). Teresa Kollmann und Yasmina Simon von der Berufsbildenden Schule für Technologie und Umwelt Wittlich siegten mit ihrem Modell „Harry Potter und der rollende Schnatz“ in der Altersklasse II (Klasse 9-13). Sie qualifizieren sich damit für den bundesweiten Wettbewerb in Berlin im Juni. Außerdem vergab die Jury in diesem Jahr einen Sonderpreis für Nachhaltigkeit. Diesen erhielten die Fünftklässler Lorenz Bruchhold, Malte Theiß und Benno Wittke vom Siebenpfeiffer Gymnasium in Kusel für ihr Modell „Recycling Racer“, das sie aus Plastikmüll fertigten.

Funktionierende Modelle aus einfachsten Materialien

Die Schülerinnen und Schüler waren aufgefordert, eine Achterbahn zu entwerfen und ein entsprechendes Modell zu bauen. Zugelassen waren Einzel- und Gruppenarbeiten von Schülerinnen und Schülern allgemein- und berufsbildender Schulen. Die Achterbahn sollte aus Fahrbahn und Tragkonstruktion bestehen. Dabei durfte das Modell eine Grundfläche von 30 x 60 Zentimetern sowie eine Höhe von 40 Zentimetern nicht überschreiten. Bei der Gestaltung waren der Fantasie der jungen Konstrukteure keine Grenzen gesetzt. Als Baumaterialien durften die Schülerinnen und Schüler lediglich einfachste Materialien verwenden, die ohne Maschinen bearbeitet werden können, wie Papier, Folie, Kleber, Schnur und Stecknadeln. Zusammen mit dem Modell mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Kugel einreichen. Das fertige Modell musste bei der Jury einem Funktionstest standhalten, bei dem die Kugel auf der Fahrbahn vom Startpunkt bis zum Endpunkt gelangen musste.

Dr.-Ing. Uwe Angnes, Vizepräsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, war begeistert über die Vielzahl der eingereichten Modelle: „Es ist erfreulich, dass der Wettbewerb auf so reges Interesse bei den Schülerinnen und Schülern stößt, die durch ihre Beteiligung am Wettbewerb mit viel Freude Schulfächer wie Mathematik, Physik oder Informatik praktisch anwenden. Durch die Arbeit an ihren kreativen Modellen erfahren sie, wie das Wissen aus einzelnen Schulfächern auch für eine spätere Karriere von Bedeutung sein kann.“ Dies gelte ganz besonders für den Ingenieurberuf, bei dem dringend Nachwuchs mit genau diesen Talenten gesucht werde, ergänzte die beratende Ingenieurin Katharina Häuser.

Auch Bernhard Bremm vom Bildungsministerium Rheinland-Pfalz zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Nachwuchsingenieurinnen und -ingenieure und überbrachte die besten Grüße von Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, der Schirmherrin des Wettbewerbs: „Im Wettbewerb habt ihr erleben können, wie spannend der MINT-Bereich ist. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind Bereiche, die wir in Rheinland-Pfalz stärken wollen. Deshalb brauchen wir auch Nachwuchstalente wie euch. Rheinland-Pfalz soll zu einem starken MINT-Land werden. Und vielleicht entscheidet ihr euch ja auch später für den Ingenieurberuf – das Zeug dazu habt ihr in jedem Fall!“

Bereits zum zwölften Mal lobte die Ingenieurkammer den erfolgreichen Schülerwettbewerb aus. Die Bewertung der Wettbewerbsteilnehmer erfolgte in zwei Gruppen – die Alterskategorie I umfasste Modelle der 1. bis 8. Klasse, die Alterskategorie II die Einsendungen ab der 9. Klasse. Die Erstplatzierten der beiden Altersgruppen qualifizierten sich für den Bundeswettbewerb in Berlin. Dort treten die besten Brückenbauer aus Rheinland-Pfalz gegen die erfolgreichsten Nachwuchsingenieure aus 14 weiteren Bundesländern an. Die Bundespreisverleihung findet am 14. Juni im Technikmuseum in Berlin statt.

Weitere Informationen gibt es unter  www.junioring.ingenieure.de.

Fotos: Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz/Kristina Schäfer