Spannende Projektbesichtigungen und Mitgliederdialog am Hochmoselübergang und im Weinlabor Heidger

Timo Heinz vom Landesbetrieb Mobilität erläutert das Takt-Schiebeverfahren des Hochmoselübergangs

Über 40 interessierte Ingenieurinnen und Ingenieure folgten den Ausführungen von Herrn Heinz und gewannen neue Erkenntnisse u. a. zur Verschubtechnik, zur Hohlkastenherstellung und zu den Rostschutzschichten der Brücke.

Ein beeindruckendes Bauwerk ...

Erstmalig führte die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz am 8. Juli 2015 im Raum Bernkastel-Wittlich eine Veranstaltung zur Weiterentwicklung des Mitgliederdialogs durch.

Am frühen Nachmittag fand zunächst eine Führung am Brückenbauprojekt B50-Hochmoselübergang statt. Während einer 1,5-stündigigen Führung durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM) erfuhren die Ingenieure vor Ort, durch Herrn Timo Heinz alles Wissenswerte zum derzeit größten Brückenbau-Projekt Deutschlands und zum aktuellen Baugeschehen.

Nach der Vorstellung dieses Infrastrukturgroßprojekts ging es weiter nach Osann-Monzel in das Weinlabor Heidger. Dort stellten Dipl.-Ing. Thomas Friedrich und Bauherr Volker Heidger die Besonderheiten einer vorgespannten Deckenkonstruktion mit integrierter Haustechnik vor. Dieses neue System beinhaltet Heizung, Kühlung und Lüftung gleichermaßen und wird nach dem sogenannten Sandwich-Prinzip gebaut. Die Deckenelemente bestehen hierbei aus zwei dünnen Betonschalen, die durch eine spezielle Rippenkonstruktion in Verbundbauweise kraftschlüssig miteinander verbunden werden. Der Hohlraum des Sandwichquerschnitts dient nicht nur der Unterbringung des individuell ansteuerbaren Rohrregisters zum Heizen und Kühlen. Hier kann außerdem die komplette Installation der Haustechnik für Elektro, Sanitär, Lüftung und Sprinkler erfolgen. Regenerative Energie mit Erdwärme sorgt für niedrigste Verbrauchswerte, die sogar unter das Niveau eines Passivhauses reichen. 

Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einem kleinen Imbiss sowie der Gelegenheit zum Gedankenaustausch und zur Diskussion. Der Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, Dr.-Ing. Horst Lenz berichtete über das aktuelle berufspolitische Engagement der Kammer und stand mit den Mitarbeiter/innen der Geschäftsstelle für Fragen zur Verfügung.

Begleitet wurde die Veranstaltung durch Journalisten der örtlichen Presse vom Trierischen Volksfreund und der Eifelzeitung.

Die Veranstaltungsreihe dient als Plattform, um den persönlichen Kontakt zwischen Mitgliedern und Präsidium sowie Geschäftsstelle der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz herzustellen. Darüber hinaus ermöglicht sie den Kammermitgliedern, sich gegenseitig kennen zu lernen und über berufspolitische oder fachliche Themen, Erfahrungen und Probleme auszutauschen.

Aufruf

Für den nächsten Mitgliederdialog im Herbst dieses Jahres sind wir auf der Suche nach interessanten Projekten im Großraum Mayen-Koblenz. Haben Sie selbst ein anschauliches Objekt, welches Sie im Rahmen dieser Veranstaltung vorstellen möchten? Dann kontaktieren Sie bitte Frau Konrath per Telefon unter: 06131-95986-21 oder per E-Mail an: konrath(at)ing-rlp.de.

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  Artikel der Eifel-Zeitung