Die Kammern in Rheinland-Pfalz: Geballte Kraft im Land - Kammern im Dialog mit der Politik bei Parlamentarischem Abend im Landtag

Geschäftsführer Martin Böhme, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz (v. l.), im Hintergrund Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. (FH) Peter Strokowsky

Die Fraktionsvorsitzenden in der politischen Diskussion, Julia Klöckner (CDU), Alexander Schweitzer (SPD) und Daniel Köbler (Grüne) mit SWR-Moderatorin Patricia Küll

Das rheinland-pfälzische Kabinett war bei dieser ersten Veranstaltung sehr gut vertreten.

Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz im Gespräch mit der CDU-Fraktionsvorsitzenden Julia Klöckner

Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern Dipl.-Ing. (FH) Peter Strokowsky und Dr.-Ing. Klaus Siekmann

Dr.-Ing. Klaus Siekmann (Vorstandsmitglied der Ingenieurkammer), Arne Rössel (Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz), Martin Böhme (Geschäftsführer der Ingenieurkammer) und Jutta Schmidt (Ministerialrätin im Wirtschaftsministerium)

Über 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und den verkammerten Berufen sind der Einladung von 17 Kammern in Rheinland-Pfalz in den Mainzer Landtag gefolgt. Die Kammern haben ihren ersten gemeinsamen Parlamentarischen Abend unter das Motto „Herausforderung Fachkräftebedarf“  gestellt.

Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer sowie den Vertretern der Landtagsfraktionen Alexander Schweitzer (SPD), Julia Klöckner (CDU) und Daniel Köbler (Bündnis 90/Die Grünen) diskutierten die Vertreter der 17 Kammern über Ursachen, Auswirkungen und Strategien zur Sicherung von Fachkräften unter den Vorzeichen des demografischen Wandels. So unterschiedlich die Kammern auch sein mögen: Es eint sie vieles. Allen Kammern gemeinsam ist die Sorge um den beruflichen Nachwuchs in den eigenen Berufen oder Branchen. Aber auch die Sicherung der Ausbildungsqualität liegt den Kammern am Herzen – und zwar sowohl in der akademischen als auch in der betrieblichen Ausbildung. Beispielhaft kamen während der Diskussionen die Sicherung des Meisters, die Qualitätsstandards der Studienabläufe sowie die Zugangsvoraussetzungen zur Berufsausübung zur Sprache.

In Rheinland-Pfalz repräsentieren die Kammern als Selbstverwaltungsorganisationen rund 355.000 Unternehmen und etwa 20.000 freiberuflich Tätige. Sie erwirtschaften jährlich Umsätze in Höhe von 212 Milliarden Euro. Rund 1,3 Millionen Menschen finden in Unternehmen der rheinland-pfälzischen Wirtschaft und bei Freiberuflern Arbeit. Davon erhalten knapp 74.000 junge Menschen als Auszubildende eine berufliche Perspektive durch Qualifikation.

Während ihres ersten gemeinsamen Parlamentarischen Abends haben die Kammern in Rheinland-Pfalz darüber hinaus ein gemeinsames Leporello vorgestellt. In ihm ist die geballte Kraft der Kammern gut erkennbar. Denn das Leporello  gibt einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben und über das Selbstverständnis der Kammern. Die Kammern in Rheinland-Pfalz bilden aus und betreuen. Sie schaffen Qualität und sorgen dafür, dass diese auf hohem Niveau erhalten bleibt. Die Kammern kümmern sich um Verbraucherschutz und tragen mit der Berufsaufsicht entscheidend zur Qualitätssicherung bei. Bei Aus-, Fort- und Weiterbildung setzen sie mit wachem und kritischem Auge Standards und sind bei alldem dem Gemeinwohl verpflichtet.

Fotos: Kristina Schäfer

  Presseartikel vom 2. Mai 2015 in der Allgemeinen Zeitung