„FAIRPLAY“- Symposium in Mainz

Bereits zum vierten Mal fand am 27. November 2014 das Symposium der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz im ZDF-Konferenzzentrum statt. Unter dem diesjährigen Motto „FAIRPLAY“ hörten die rund 110 Gäste interessante Reden und Vorträge aus den Bereichen Sport, Business und Gesellschaft.

Schiedsrichterlegende Urs Meier mit Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz

Urs Meier in seinem Element als Redner

Bundesingenieurkammerpräsident Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer

Urs Meier begeistert das Publikum mit seinem Vortrag über Fairplay

Meier, Kammeyer und Lenz beantworten unter der Moderation von Geschäftsführer Martin Böhme Fragen aus

Hans-Ullrich Kammeyer, Urs Meier und Dr. Horst Lenz thematisieren Fairplay beim Symposium 2014

Über 100 Gäste folgten gespannt den Referenten der Veranstaltung

Dr. Michael Förster mit den Geschäftsführern Martin Falenski (BIngK), Rico Löbig (Thüringen) und Martin Böhme

Ehrenpräsident Dr.-Ing. Hubert Verheyen mit Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz

Nach der Begrüßungsansprache des Kammerpräsidenten Dr.-Ing. Horst Lenz, berichtete ZDF-Fußballexperte und Schiedsrichterlegende Urs Meier anschaulich und lebhaft aus seinem Erfahrungsschatz als Schiedsrichter. Im Fußballgeschehen auf dem Spielfeld müsse man sekundenschnelle Entscheidungen treffen, vor allem aber das Spiel und die Teams leiten. Ähnlich handeln Unternehmer. Sie müssen wichtige Entscheidungen treffen, die sie langfristig vertreten können. Sie müssen ihre Mitarbeiter führen und ihr Geschäft im fairen Wettbewerb voran bringen.

Meier zog in Bild und Ton Parallelen zwischen Fußball und Management, denn „Pfeifen könne jeder – leiten aber nur wenige“. Dazu gehöre vor allem ein guter Umgang miteinander. Ein Manager müsse motivieren, klare Ziele vorgeben, durchsetzungsfähig sein und dabei berechenbar bleiben. Jeder sei für sein Verhalten und seine Entscheidungen selbst verantwortlich, so Meier. Jedoch müsse man bedenken, dass auch nicht getroffene Entscheidungen folgenreiche Auswirkungen haben können.

Im Anschluss an den Schweizer Schiedsrichter betonte der Präsident der Bundesingenieurkammer, Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, in seinem Statement die Bedeutung eines fairen Umgangs im Ingenieurwesen. Zwischen HOAI und Berufsethik müssen Ingenieure zusammenhalten, um den Berufsstand gemeinsam zu stärken. Unterschreitungen der Honorarordnung fügen dem Ansehen und dem Wert des Berufsbildes erheblichen Schaden zu.

Qualitätssicherung und Preiskampf wurden auch in der anschließenden Podiumsrunde zwischen Dr. Horst Lenz, Urs Meier und Hans-Ullrich Kammeyer diskutiert. Der Wettbewerb zwischen Ingenieuren sollte stets ein Qualitätswettbewerb sein – kein Kampf um Dumpingpreise, resümierte Kammergeschäftsführer Martin Böhme die Beiträge dieser Gesprächsrunde. 

Einen gemütlichen Ausklang nahm das diesjährige Symposium mit der Gruppe „La Bella Mela“, welche die anschließenden Unterhaltungen bei Buffet und Wein musikalisch begleiteten.