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Aufstellung von Standsicherheitsnachweisen § 66 Abs. 6 Landesbauordnung Rheinland-Pfalz (LBauO)

Gemäß § 66 Abs. 6 LBauO müssen Standsicherheitsnachweise in Rheinland-Pfalz für Vorhaben nach § 66 Abs. 1 S. 1 LBauO (vereinfachtes Genehmigungsverfahren) von Personen aufgestellt werden, die in einer von der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz zu führenden Liste eingetragen sind. Ausgenommen sind hier Gebäude der Gebäudeklasse 3, für diese existiert in § 66 Abs. 7 LBauO eine gesonderte Regelung. In die besagte Liste sind auf Antrag Personen mit einem berufsqualifizierenden Hochschulabschluss eines Studiums der Fachrichtung Architektur oder Bauingenieurwesen einzutragen. Zusätzlich müssen diese mindestens drei Jahre regelmäßig Standsicherheitsnachweise aufgestellt oder geprüft haben. Gemäß § 66 Abs. 7 LBauO müssen Standsicherheitsnachweise für Wohngebäude der Gebäudeklasse 3 von Prüfsachverständigen für Standsicherheit i.S.d. Verordnung nach § 87 Abs. 5 LBauO aufgestellt oder geprüft sein. Dies wiederum gilt nicht, wenn die Standsicherheitsnachweise von Personen aufgestellt sind, die vor dem 28. Dezember 2009 in der Liste nach Abs. 6 eingetragen sind.

 

 Antragsformular

 Landesbauordnung Rheinland-Pfalz (LBauO)

 

Eintragungen in entsprechende gesetzliche Listen anderer Bundesländer gelten auch in Rheinland-Pfalz, sofern diese vergleichbar sind, § 66 Abs. 6 S. 3 LBauO. So gilt auch die Eintragung in Rheinland-Pfalz in den anderen Bundesländern mit gesetzlicher Listenführung und gegenseitiger Anerkennungsregelung bei Vergleichbarkeit der Listenführung.

Nur in Hamburg und Baden-Württemberg existiert noch keine gesetzliche Liste für die Nachweisberechtigten für Standsicherheit, wobei mit einer solchen in Baden-Württemberg demnächst zu rechnen ist.

Für Hessen gilt folgende Besonderheit:

Eine Anerkennung der rheinland-pfälzischen Listenführung in Hessen gestaltete sich bisher oftmals schwierig oder war nicht möglich.

Folglich haben sich die Ingenieurkammern Hessen und Rheinland-Pfalz diesbezüglich erfolgreich für eine gegenseitige Anerkennung eingesetzt. Ab sofort können Nachweisberechtigte für Standsicherheit, die in der Liste von Rheinland-Pfalz eingetragen sind, über ein vereinfachtes Eintragungsverfahren auch in die gesetzliche Liste der Nachweisberechtigten für Standsicherheit in Hessen eingetragen werden.

Die Antragsunterlagen für das vereinfachte Eintragungsverfahren finden Sie auf der Internetseite der Ingenieurkammer Hessen:  www.ingkh.de.

Der Antrag muss im Original per Post bei der Ingenieurkammer Hessen eingereicht werden. Eine Eintragung ist nach Vorlage der gewünschten Unterlagen in der Regel innerhalb von 3-4 Tagen möglich.

Die Kosten belaufen sich derzeit auf einmalig 50 EUR (Prüfungs- und Eintragungsgebühren) und auf eine Jahresgebühr von 36 EUR, die bei unterjähriger Eintragung anteilig berechnet wird.

Zu beachten ist:

  • Der Nachweis einer ausreichenden Berufshaftpflichtversicherung muss vom Versicherer auf dem Versicherungsvordruck der hessischen Ingenieurkammer bescheinigt werden.
  • Diese benötigt den Versicherungsnachweis im Original oder alternativ
  • Den Versicherungsnachweis als PDF-Datei kann die hessische Kammer nur anerkennen, wenn er direkt vom Versicherer an die Ingenieurkammer (an: sommer(at)ingkh.de) gesendet wird.

Die Nachweisberechtigten-Verordnung finden Sie unter  www.ingkh.de.

Sollten Sie noch Fragen haben, so wenden Sie sich gerne an uns oder die Kollegen in Hessen.

 

 Eintragung in die Liste der Nachweisberechtigten für Standsicherheit nach der Gleichwertigkeitsregelung mit der Ingenieurkammer Hessen

Werden Sie Mitglied der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz und profitieren Sie von zahlreichen Vorteilen.  Link

Für Bauämter gilt: Auch die in Hessen in der entsprechenden Liste eingetragenen Nachweisberechtigten für Standsicherheit werden in Rheinland-Pfalz anerkannt.