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Coronavirus: Hinweise zu geplanten Veranstaltungen und für Besucher der Kammergeschäftsstelle

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung zum Coronavirus weisen wir darauf hin, dass unsere Kammer- und Fortbildungsveranstaltungen (Seminare, Sitzungen, Beratungstermine etc.) bis auf Weiteres ausgesetzt werden. Bereits angemeldete Teilnehmer werden gesondert informiert. Wir bemühen uns um Ausweichtermine, bitten jedoch um Geduld, bis wir Ihnen akzeptable Alternativen anbieten können.

Die Akademie der Ingenieure arbeitet parallel mit Hochdruck daran, Fortbildungsinteressierten möglichst viele Seminare in Form von Online-Live-Seminaren anbieten zu können. Auf  www.akading-online.de können Sie jederzeit das aktuelle Online-Seminar-Angebot einsehen.

Die Gesundheit unserer Mitglieder, KooperationspartnerInnen, BesucherInnen und MitarbeiterInnen ist uns sehr wichtig. Aus diesem Grund bleibt die Geschäftsstelle der Kammer bis auf Weiteres für den Besucherverkehr geschlossen. Notfälle bilden hier eine Ausnahme. Wir stehen Ihnen gerne per Telefon 06131 95986-0 und E-Mail unter  info(at)ing-rlp.de zu unseren regulären Geschäftszeiten zur Verfügung. Hier finden Sie unsere Kontaktadressen.

Um BesucherInnen bestmöglich vor einer möglichen Ausbreitung des Coronavirus zu schützen, bewerten Vorstand und Geschäftsführung der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz tagesaktuell das Risiko u.a. auf Basis des täglichen Lageberichts des  Robert Koch Instituts sowie der Empfehlungen und Vorschriften der Landesbehörden und verfolgen die Entwicklungen aufmerksam. Sollte sich die Lage ändern, werden wir umgehend reagieren.

Vielen Dank für Ihr Verständnis. Bleiben Sie gesund!

Ihre Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz

Corona-Pandemie: Aktuelle Informationen und wichtige Hinweise

Die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus und die damit einhergehenden Folgen betreffen auch Ingenieurbüros. Gerade kleine und mittlere Unternehmen müssen mit wirtschaftlichen Auswirkungen und finanziellen Einbußen rechnen. Staatliche Hilfsangebote laufen nach und nach an. Aber auch Fragen im Hinblick auf die Büroorganisation, auf arbeitsrechtliche Auswirkungen und dergleichen stellen sich aktuell zuhauf und in vielgestaltiger Form. Mit dieser Seite bündeln wir wesentliche Informationen gezielt für Sie.

Coronavirus: Häufig gestellte Fragen von IngenieurInnen

Bund und Länder haben eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten auf den Weg gebracht. Die Mitarbeiterzahl berechnet sich dabei nach Vollzeitäquivalenten, nicht nach Köpfen. Der Bund gewährt Soforthilfen für kleine Unternehmen, Soloselbstständige und Angehörige Freier Berufe, die aufgrund von Liquiditätsengpässen in Folge der Corona Krise in ihrer Existenz bedroht sind. Selbstständige und Unternehmen bis zu 5 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente) können bis zu 9.000 Euro erhalten. Unternehmen mit über 5 bis 10 Beschäftigten können bis zu 15.000 Euro Zuschuss erhalten.

Für Unternehmen mit über 10 bis 30 Beschäftigten besteht die Möglichkeit des „Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz“. Die Sofort-Darlehen können über die Hausbanken beantragt werden. Umfassende Informationen zur rheinland-pfälzischen Soforthilfe stellt die Landesregierung  hier bereit.

Auch können Liquiditätsengpässe über die Inanspruchnahme von  KfW-Unternehmerkrediten überbrückt werden. Mittelständischen Unternehmen, die im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen haben, sollen zudem in Kürze KfW-Schnellkredite mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3% mit Laufzeit 10 Jahre.
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten.

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert darüber hinaus Beratungen für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen, einschließlich Freiberufler bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro ohne Eigenanteil. Die Ergänzung der Förderrahmenrichtlinie finden Sie  hier.

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Darüber hinaus kann mit Blick auf einen zu erwartenden Umsatzrückgang beim Finanzamt die Herabsetzung der Vorauszahlungen bzw. deren Stundung  beantragt werden. Zudem kann bei sich verändernder Auftragslage  Kurzarbeitergeld erleichtert in Anspruch genommen werden.

Mieter und Pächter sollen einen außerordentlichen Schutz vor Kündigung in Anspruch nehmen können. Näheres hierzu finden Sie in einem FAQ des  Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten außerdem an, zuschlagsfrei die Sozialversicherungsbeiträge für den Monat April 2020 zu stunden. In diesem Fall besteht für die Unternehmen die Möglichkeit, die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen zu beantragen. Die Beitragsstundung kann einfach per E-Mail bei der Krankenkasse beantragt werden. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten hat oder im Falle der sofortigen Einziehung der Beiträge in solche Schwierigkeiten geraten würde. Die Entscheidung über eine Stundung fällt die zuständige Krankenkasse. Einen Musterantrag können Sie  hier herunterladen.

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Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) bietet als gesetzliche Unfallversicherung für freiberuflich tätige Ingenieurinnen und Ingenieure Büros, die sich aufgrund der Corona-Pandemie derzeit in wirtschaftlicher Not befinden, Stundungen beziehungsweise auch Ratenzahlung von Beiträgen oder Vorschüssen (siehe dazu § 76 Abs. 2 Nr. 1 SGB IV) an. Betroffene Kammermitglieder können  hier einen Antrag stellen.

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat eine  FAQ-Liste herausgegeben. Das Informationsblatt soll allgemeine Hinweise auf die häufigsten Fragestellungen geben und stellt z.B. dar, welche Behörde Ansprechpartner für welche Steuererleichterung ist. Wesentliche Themen sind daneben: Steuerstundungen, Herabsetzung Steuervorauszahlungen und Erlass von Steuern, Fragestellungen bei der Lohnsteuer, Vollstreckungsverfahren und Außenprüfungen.

Arbeitgeber müssen nötigen Schutzmaßnahmen für ihre Mitarbeiter nicht nur im eigenen Interesse einer möglichst langen Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs ergreifen, sie sind auch gesetzlich dazu verpflichtet (§ 618 Abs. 1 BGB, § 3 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Der Schutz beginnt mit einer umfassenden Aufklärung über die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus und die richtigen hygienischen Verhaltensweisen. Er hört im worst case mit einer Betriebsschließung und einer Aufforderung an die Mitarbeiter zu Hause zu bleiben auf, es sei denn, es geht im Homeoffice weiter.

Arbeitgeber müssen verstärkt:

  • sich selbst ständig auf dem Laufenden halten (Informationen des Robert-Koch-Instituts verfolgen)
  • und wichtige aktuelle Meldungen an die Mitarbeiter weitergeben;
  • über die Entstehung und Symptome der Infektion aufklären;
  • Dienstreisen unter-, absagen bzw. verschieben;
  • alle Mitarbeiter dazu aufzufordern, dem Arbeitgeber mitzuteilen, wenn sie innerhalb der letzten 14 Tage mit infizierten oder Personen, die unter dem Verdacht des Virus stehen, Kontakt hatten oder entgegen den Warnungen in einer gefährdeten Gegend waren.

Wegen des Coronavirus sind im Betrieb verschärfte Hygienemaßnahmen einzuführen. Das sollten bzw. können je nach Gefährdungsgrad sein:

  • Mitarbeiter zum häufigen, gründlichen Händewaschen animieren,
  • Desinfektionsmittel in Toiletten und Büro-/Arbeitsräumen bereitstellen,
  • Mund- und Nasenschutz sind umstritten und nur in Ausnahmsfällen (wie medizinisches Personal in der Infektionsnotaufnahmen etc.) sinnvoll.
  • körperlichen Kontakt zu Mitarbeitern untersagen, z.B. keine Begrüßung per Handschlag.

Kitas und Schulen sind die ersten Einrichtungen, die präventiv geschlossen wurden. Mitarbeiter mit Kindern können deshalb gezwungen sein zu Hause zu bleiben und diese zu betreuen. Diese Arbeitnehmer müssen dann trotz nicht erbrachter Arbeit bezahlt werden,

  • wenn eine Beaufsichtigung oder Betreuung nicht geboten ist und
  • andere geeignete Aufsichtspersonen nicht zur Verfügung stehen.

Das bedeutet, dass ältere, gesunde Schulkinder, die entsprechendes Verantwortungsbewusstsein haben, allein zu Hause gelassen werden können und für jüngere Kinder alternative Betreuungsmöglichkeiten von den berufstätigen Eltern auszuloten sind (wobei die Großeltern wegen ihrer besonderen Gefährdung außen vor bleiben sollten)

Im Fall einer Freistellung durch den/die ArbeitgeberIn bleibt der Lohnanspruch erhalten. Umgekehrt verlieren ArbeitnehmerInnen ihren Lohnanspruch, wenn sie aus Furcht vor einer Corona-Ansteckung die Arbeit verweigern. Auch einen pauschalen Anspruch, die Arbeit von zu Hause aus zu erledigen (Homeoffice), gibt es nicht. Jedoch kann es sinnvoll sein, dass sich ArbeitgeberIn und ArbeitnehmerIn darauf einigen, dass Arbeiten (teilweise) im Homeoffice erledigt werden, um Ansteckungsgefahren zu minimieren und die Funktionsfähigkeit des Betriebes langfristig zu gewährleisten. Auch kann die Anordnung von Überstunden (z.B. für die termingerechte Abwicklung von Aufträgen bei akut erhöhtem Krankenstand) erforderlich werden.

Sofern ein/e ArbeitnehmerIn an Corona erkrankt ist, hat er/sie den üblichen Anspruch auf Entgeltfortzahlung bzw. im Falle eines behördlichen Tätigkeitsverbotes einen Anspruch auf Verdienstausfall. Wird der gesamte Betrieb unter Quarantäne gestellt und geschlossen, haben die ArbeitnehmerInnen grundsätzlich auch weiterhin einen Anspruch auf Lohn. Jedoch kann der/die ArbeitgeberIn einen  Entschädigungsanspruch nach dem Infektionsschutzgesetz geltend machen und sollte diesen daher beantragen. Mit Blick auf die Verbreitung des Virus kommt es zu Fällen, in denen Kindertageseinrichtungen geschlossen werden, was ArbeitnehmerInnen die Pflicht zur Erfüllung ihrer Arbeitsleistung aufgrund der Verantwortung für ihre Kinder erschwert. Hier sollten die zur Fürsorge für ihre Kinder verpflichteten ArbeitnehmerInnen dem/der ArbeitgeberIn die Schließung der Betreuungseinrichtung unverzüglich anzeigen und erklären, warum auch eine Betreuung durch den jeweils anderen Elternteil oder Verwandte nicht möglich sind. Dies ist Grundlage einer eventuell vorübergehenden Entgeltfortzahlung.

Vorrangig gelten auch in Zeiten des Corona-Virus die zwischen AuftrageberIn und AuftragnehmerIn vereinbarten Verträge. Da Ereignisse wie die derzeitige Pandemie hierzulande jedoch eine Ausnahme sind, enthalten Verträge nur selten Regelungen über derart unvorhersehbare Ereignisse. Die nachfolgenden Ausführungen gelten für Fälle ohne besondere vertragliche Vereinbarungen.

Die zwischen AuftraggeberIn und AuftragnehmerIn geschlossenen Verträge enden nicht deshalb, weil das Coronavirus und dessen Verbreitung angefangen haben. Aber die Pandemie kann sich auf die Möglichkeit der Einhaltung vertraglicher Pflichten auswirken. So können durch Krankenstand oder Materialengpässe vereinbarte Fristen möglicherweise nicht eingehalten werden. Auch ist denkbar, dass Termine (z.B. Ortsbesichtigung, Abnahme) von behördlichen Anordnungen beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang muss im Einzelfall geprüft werden, ob sich das Coronavirus bzw. dessen Folgen als höhere Gewalt darstellen. Sofern diese bejaht werden kann, liegt keine schuldhafte Pflichtverletzung mehr vor; hierzu bestimmt z.B. § 6 Absatz 2 Nr. 1c VOB/B, dass Ausführungsfristen verlängert werden. Auch kann bei dem virusbedingten Ausfall eines/einer Nachunternehmers/in von höherer Gewalt ausgegangen werden. Dies befreit den/die AuftragnehmerIn jedoch nicht davon, sich um einen adäquaten Ersatz zu bemühen und hierfür auch angemessene Mehrkosten in Kauf zu nehmen.

Auch die Pflichten des/der Auftraggebers/in bleiben im Grundsatz erhalten; hierzu gehören insbesondere Mitwirkungspflichten wie z.B. die Zurverfügungstellung des ausführungsreifen Baugrundstücks, die Beauftragung stichprobenhafter Kontrollen sowie die Mitwirkung bei der (Teil-) Abnahme. Sofern der/die AuftraggeberIn diesen Pflichten nicht nachkommen kann, muss im Einzelfall geprüft werden, inwieweit es sich um Umstände aus der durch ihn/sie beherrschbaren Sphäre handelt. Anders verhält es sich bei finanziellen Engpässen während der Planung oder Ausführung, da das Liquiditätsrisiko auch in Zeiten einer Pandemie vom/von der AuftraggeberIn zu tragen ist.

Fehlende MitarbeiterInnen, Lieferengpässe oder Bauablaufstörungen können für die Vertragsparteien zu der Frage führen, ob und wie der Vertrag aufgrund der Corona-Krise gekündigt werden kann. Das BGB wie auch die VOB/B enthalten die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung. Eine außerordentliche Kündigung setzt jedoch voraus, dass die Fertigstellung des Werkes unter Abwägung der Gesamtumstände nicht mehr zumutbar ist. Sofern diese Umstände nicht vorliegen, ist die außerordentliche Kündigung unwirksam und kann als freie Kündigung einen Anspruch auf die volle Vergütung bzw. Schadensersatz auslösen.

Wegen des Coronavirus hat Deutschland seine Grenzen u.a. zu Frankreich und Luxemburg geschlossen. Für Berufspendler bleiben die Grenzen offen. Pendler müssen aber nachweisen, dass ihre Anwesenheit am Arbeitsort nötig ist. Das muss der Arbeitgeber bescheinigen. Das bundeseinheitliche Pendlerformularfinden Sie  hier.

Gewöhnlich in mehreren Mitgliedstaaten erwerbstätige Personen

Für Personen, die unabhängig von der aktuellen Situation auch ansonsten gewöhnlich in mehreren Staaten erwerbstätig sind, und für die das anwendbare Recht nach Artikel 13 VO (EG) Nr. 883/2004 festgelegt wurde, ergeben sich durch eine vorübergehend andere Verteilung der Arbeitszeit keine Änderungen hinsichtlich des anwendbaren Sozialversicherungsrechts. Dies gilt selbst dann, wenn beispielsweise die Tätigkeit vorübergehend ausschließlich zu Hause ausgeübt wird. Ausgestellte A1-Bescheinigungen bleiben auch für diese Zeit gültig.

Unterbrechung und/oder Verschiebung des Einsatzes in einem anderen Mitglieds- oder Abkommensstaat

Eine Information durch die Arbeitgeber über die Unterbrechung einer Entsendung ist jedenfalls dann entbehrlich,

• wenn diese voraussichtlich nicht länger als zwei Monate dauern soll (in Bezug auf einzelne Abkommensstaaten gilt ein längerer Zeitraum; siehe das jeweilige Hinweisblatt „Arbeiten in …“) und

• sich das Ende des Auslandseinsatzes insgesamt nicht nach hinten verschiebt.

Ausgestellte Bescheinigungen über die anzuwendenden Rechtsvorschriften bleiben in diesem Fall unverändert gültig.

Verschiebt sich das Ende der Entsendung nach hinten und beträgt der Unterbrechungszeitraum mehr als zwei Monate, ist in der Regel für den Verlängerungszeitraum eine neue Entsendebescheinigung vom Arbeitgeber zu beantragen. Ist dagegen eine Fortsetzung der Entsendung nicht geplant, ist vom Arbeitgeber der Abbruch des Auslandseinsatzes anzuzeigen. Dies gilt auch für Personen, für die eine Ausnahmevereinbarung nach Art. 16 VO (EG) bzw. im Rahmen bilateraler Sozialversicherungsabkommen getroffen wurde.

Für Ortstermine (z.B. von öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, qualifizierten tragwerksplanenden und staatlich anerkannten Sachverständigen) ist ein abgestuftes Verfahren sinnvoll: Zunächst prüfen Sie, ob Sie selbst gesund und in der Lage sind, den Termin durchzuführen. Sodann kontaktieren Sie z.B. im gerichtlichen Verfahren die Parteien des Ortstermins und erfragen deren Bereitschaft, an dem Ortstermin teilzunehmen. Sollten Sie oder andere Beteiligte an dem Termin nicht teilnehmen können, informieren Sie hierüber das Gericht. Im Falle einer bauordnungsrechtlich erforderlichen Kontrolltätigkeit ist im Hinblick auf mögliche andere Teilnehmende ebenso zu verfahren. Sofern der Ortstermin stattfindet, weisen Sie darauf hin, dass die Anzahl der Teilnehmenden auf das notwendige Maß beschränkt wird und die Beteiligten einen sinnvollen körperlichen Abstand zu einander einhalten sollen.

Die Hinweise zum Arbeitsschutz auf Baustellen finden Sie  hier.

Seit dem 23.03.2020 gilt bundesweit ein Kontaktverbot von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit. Damit sind öffentliche Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen bis auf wenige Ausnahmen untersagt. Für IngenieurInnen wie auch weitere Dienstleister gilt dabei, dass sie ihrer Tätigkeit mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen auch weiterhin nachgehen können. Zu diesen Maßnahmen zählen Hygienevorkehrungen, die Wahrung von Mindestabständen sowie die Begrenzung von Personenzahlen bei zwingend notwendigen Zusammenkünften aus geschäftlichen Gründen.  Hier können Sie die rheinland-pfälzischen Corona—Bekämpfungsverordnung vom 23. März 2020 einsehen.

Da mit fortgesetzten Auswirkungen des Corona-Virus zu rechnen ist, bietet es sich an, für neue Aufträge passende Absprachen zu treffen. Sollten Sie als Mitglied der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz Fragen zu den rechtlichen Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie haben, wenden Sie sich im Rahmen der kostenlosen Erstberatung gerne auch an unsere externen RechtsberaterInnen:

 

Rechtsanwältin Dr. Dr. Stefanie Theis LL.M.
Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht
Fachanwältin für Vergaberecht

Kunz Rechtsanwälte
Haifa-Allee 38
55128 Mainz
Telefon: 06131 971767-310
Telefax: 06131 97176771
Email: stefanie.theis(at)kunzrechtsanwaelte.de
Internet: www.kunzrechtsanwaelte.de

 

Rechtsanwalt Dr. Markus Fromm

F-M-P Mainz
Fischtorplatz 20
55116 Mainz
Telefon: 06131 221077
Telefax: 06131 235353
Email: mainz(at)fmp-recht.de
Internet: www.fmp-recht.de

 

Rechtsanwalt Prof. Dr. jur. Hans Rudolf Sangenstedt

Rechtsanwälte Prof. Dr. Sangenstedt & Partner
Wachsbleiche 26
53111 Bonn
Telefon: 0228 972798222
Telefax: 0228 972798209
Email: bonn(at)caspers-mock.de

 

Rechtsanwalt Karsten Meurer
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

Meurer Rechtsanwälte
Herdweg 24
70174 Stuttgart
Telefon: 0711 505307-30
Telefax: 0711 505307-50
Email: info(at)meurer-rechtsanwaelte.de
Internet: www.meurer-rechtsanwaelte.de

Corona-Nachrichten

Die Coronakrise trifft Ingenieurbüros bislang weniger hart als befürchtet. Dennoch gibt es keinen Grund zur Entwarnung. 59 Prozent der befragten rheinland-pfälzischen Kammermitglieder spüren derzeit negative Folgen der Corona-Pandemie. 43 Prozent sehen sich mit der Rückstellung oder Absage von...

Die erste gemeinsame Befragung der Architekten- und Ingenieurkammern zu den Folgen der Corona-Pandemie im Frühjahr hat gezeigt, dass Planerinnen und Planer erst zeitlich verzögert mit negativen Auswirkungen der Krise rechnen. Zur Abfederung der Folgen stehen die Länderingenieurkammern gemeinsam mit...

Der Koalitionsausschuss hat am 3. Juni 2020 in einem Bündel von Maßnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie unter anderem beschlossen, dass der Mehrwertsteuersatz = Umsatzsteuersatz befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 von 19 % auf 16 % (der ermäßigte...

Die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz hat sich dafür eingesetzt, dass die Corona-Soforthilfen auch dann noch abgerufen werden können, wenn sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie branchenspezifisch erst zeitverzögert bei den Ingenieurinnen und Ingenieuren bemerkbar machen. Offensichtlich scheint...

Die derzeitigen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betreffen auch die Freien Berufe. Daher hat der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) in einer Erklärung deutlich gemacht, dass Grundrechtseingriffe in der Corona-Krise immer nur zeitlich begrenzt sein dürften. 

In dem Positionspapier heißt...

In den Büros ist es ruhig geworden, wenige Baustellentermine, kaum Mailverkehr und Telefonate. Die Büroräume sind nur noch einzeln belegt, viele nutzen das Home-Office, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Hätte man im letzten Jahr diese Situation vorhergesagt, wäre man für verrückt erklärt...

Vier von fünf Architektur- und Ingenieurbüros spüren bereits negative Folgen der Corona-Pandemie. Drei Viertel von ihnen erwarten eine erhebliche Abschwächung der Auftragslage in den nächsten drei Monaten. Diese Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage in der zweiten Aprilwoche zeigen: Beim Planen und...