Stoffstrommanagement in der Bauwirtschaft

Bauabfälle stellen in Rheinland-Pfalz wie auch im gesamten Bundesgebiet den größten Teil des gesamten Abfallaufkommens dar. Bundesweit fallen pro Bürger jedes Jahr mehr als 1,6 Tonnen Bodenaushub und 0,6 Tonnen Bauschutt zur Entsorgung an. Die Reduzierung bzw. Verwertung von Bauabfällen ist daher wichtiges Ziel einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

Auf den Internetseiten des Landesamtes für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz  www.luwg.rlp.de  „Aufgaben”  „Abfallwirtschaft, Stoffstrommanagement” finden Sie neben dem  Leitfaden für Bauabfälle Rheinland-Pfalz die Studie  Stoffstrommanagement Bauabfall eine  „Übersicht der Bauabfallaufbereitungsanlagen“ sowie eine  internetbasierte Boden- und Bauschuttbörse.

Darüber hinaus stehen Ihnen die ALEX-Informationsblätter kostenlos zum Download bereit. Diese regeln die Anforderungen an die Verwertung von Boden und Bauschutt in Rheinland-Pfalz außerhalb von Deponien und wurden 2007 bzw. 2010 veröffentlicht. Adressaten sind in erster Linie die Mitarbeiter/innen der Bodenschutzbehörden sowie Fachgutachter.

Die  Sonderabfall-Management-Gesellschaft Rheinland-Pfalz mbH (SAM) hat für verschiedene Branchen Praxisinfos herausgegeben, darunter den  Band 7 „Vermeidung, Verminderung und Verwertung von Sonderabfällen im Bauhandwerk (Hoch- und Tiefbau)“, der im September 2012 erschienen ist. Er ist insbesondere für Maurer, Betonbauer und Straßenbauer gedacht.

Weiterführende Informationen und Links finden Sie unter  www.luwg.rlp.de

Gütegesicherte RC-Baustoffe in Rheinland-Pfalz

Im  „Bündnis Kreislaufwirtschaft auf dem Bau” wurde das „System der Gütesicherung Rheinland-Pfalz” vereinbart. Die anerkannten Prüfstellen melden dem Landesamt als zentrale Stelle die güteüberwachten Recyclingbaustoffe.

Weitere Informationen finden Sie  hier in der fortlaufend aktualisierten Liste der Produzenten von Recyclingbaustoffen, die dem System „Gütesicherung Rheinland-Pfalz“ angehören.

EU-Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft für mehr Jobs und nachhaltiges Wachstum

In allen Lebensphasen eines Produkts soll in Zukunft in der EU mehr recycelt und mehr wiederverwendet werden. Dazu hat die EU-Kommission heute (Mittwoch) ein umfassendes Paket an Maßnahmen für die so genannte Kreislaufwirtschaft vorgelegt, das unter anderem auch neue Zielvorgaben für das Recyceln und Deponieren von Abfällen in allen EU-Mitgliedstaaten vorschlägt.

“Unser Planet und unsere Wirtschaft können nicht überleben, wenn wir den Wegwerfansatz weiter verfolgen. Wir müssen wertvolle Ressourcen bewahren und ihren wirtschaftlichen Wert vollständig nutzen. Bei der Kreislaufwirtschaft geht es darum, das Abfallaufkommen zu verringern und die Umwelt zu schützen, sie bedeutet aber auch einen grundlegenden Wandel in der Funktionsweise unserer Wirtschaft. Durch Umdenken in Bezug auf Produktion, Arbeit und Kaufverhalten können wir neue Möglichkeiten und Arbeitsplätze schaffen„,

so der für nachhaltige Entwicklung zuständige Erste Vizepräsident, Frans Timmermans.

 

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